WP-Workshop: WordPress als CMS (Teil 1)

Dieser Artikel ist Teil der Serie WP-Workshop: WordPress als CMS

  1. WP-Workshop: WordPress als CMS

Die Qual der Wahl

Bevor es an die eigentliche Arbeit ging, war zu entscheiden welches „CMS“ zum Einsatz kommen sollte. Wirklich schnell konnte ich keine Entscheidung treffen, ich wollte mir vor Projektbeginn wirklich sicher sein, das richtige System gewählt zu haben. Nichts wäre ärgerlicher als mitten im Projekt festzustellen, dass das CMS völlig ungeeignet für diesen Einsatzbereich ist.

Zur Wahl standen folgende Content Management‑ bzw. Blogsysteme:

Eure Liste kann komplett anders aussehen. Bei mir schafften es nur solche Systeme in die engere Auswahl, die ich schon einmal im Testbetrieb hatte bzw. schon erste Erfahrungen damit sammeln konnte. Bei größeren Projekten ist davon abzuraten hier „ins kalte Wasser zu springen“, wenigstens einen ausführlicher Testlauf vorab sollte man gemacht haben.

Die Anforderungen an das Redaktionssystem

Um mir die Wahl etwas einfacher zu machen, befragte ich die zukünftige Redaktion hinsichtlich der Anforderungen an das Redaktionssystem, mit folgendem Ergebnis (vereinfacht):

  • alle Inhalte ohne tiefere HTML-Kenntnisse editierbar (statische Seiten, News, Gästebuch, Galerien etc.)
  • leichte Artikelpflege mit WYSIWYG-Editor
  • klare Trennung von Front‑ und Backend
  • automatisierte Backups
  • Umfragen, Bildergalerie im Backend eingebunden
  • diverse Extrawünsche bezüglich der Ausgabe von Spielergebnissen, Mannschaften, Spielberichten, Termine usw.

Hinzu kamen dann noch meine Anforderungen als Administrator:

  • sauberer Code (fehlerfrei, semantisch korrekte Auszeichnung, anpassbar)
  • große Community (guter Support bei Problemen, Plugins, Themes etc.)
  • Rechteverwaltung für Redaktionsmitarbeiter und User
  • Datenbankpflege einfach
  • regelmäßige Sicherheitsupdates und neue Features

Lasst euch nicht von einzelnen (neuen) Features irgendeines Systems vorzeitig beeindrucken. Listet soweit möglich alle von euch benötigen Anforderungen auf und betrachtet die Vor‑ und Nachteile der unterschiedlichen Systeme genau. Welches erfüllt eure Vorgaben am besten? Ist das System „zukunftssicher“, wächst es mit euren Anforderungen oder schafft es schon jetzt nur noch gerade so die Hürde von „nicht brauchbar“ zu „brauchbar“?

Ich kann WordPress als CMS sehr empfehlen, allerdings kommt es hier sehr auf den individuellen Einsatzbereich an! Um das Problem abschließen noch einmal anders zu verdeutlichen: Was bringt dir ein Formel 1 Rennwagen wenn du eine Rally fahren möchtest?

Die Entscheidung für WordPress als Content Management System

Die Entscheidung für WordPress fiel dann relativ schnell. Aufgrund der großen Verbreitung würde ich bei Problemen nicht „alleine dastehen“, unzählige vorgefertigte Plugins würden mir zusätzliche Programmierarbeit ersparen, durch regelmäßige Updates von WordPress und den Plugins würde das Risiko, durch „Hackerangriffe“ irgendwann mal das komplette System neu aufsetzen zu müssen, überschaubar gering ausfallen.

Auch die Redaktionsmitarbeiter gaben mir bei einem kleinem Testlauf mit WordPress durchweg gutes Feedback zum Handling und erteilten die Freigabe zum Start des Projekts.

Mein Votum für WordPress als CMS habe ich bis heute nicht bereut.

WP-Workshop: WordPress als CMS (Teil 2)

In den nächsten Teilen des Workshops geht es dann um die Einrichtung eines lokalen Testsystems, die Auswahl eines geeigneten Themes und dessen Anpassung sowie die Auswahl an Plugins, um WordPress von einem „Blogsystem“ hin zu einem vollwertigem „CMS-Ersatz“ zu transformieren.

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.

4 Gedanken zu „WP-Workshop: WordPress als CMS (Teil 1)“

  1. Freue mich schon auf die weitre Teile von WordPress als CMS, da ich selber gerade ein CMS suche und im Moment noch zu Joomla tendiere.

  2. Bitte, bitte schnell weitermachen mit diesem Workshop! ;-) Bin auch gerade mit Joomla „auf Tuchfühlung“, aber eigentlich brauche ich gar nicht unbedingt so einen Giganten.

  3. Hallo,
    bin durch zufall auf diese seite gelangt, habe jahrelang mit phpkit gearbeitet, bin eigendlich zufrieden damit, aber der support war mies und is zu teuer fuer kleine comerzielle webauftritte, daher suche ich nach
    etwas vergleichbaren.
    dank dieses tutoriels konnte ich nun einiges interessantes erfahren, deswegen waere eine weiterfuehrung sehr interessant
    danke fuer eure bemuehungen
    linda morgenster

  4. WordPress hat die größte „Entwickler‑ und Nutzercommunity“ im Netz. Praktische Plugins, stetige Weiterentwicklung des Systems und die große Masse an Forenbeiträgen, WordPress-Blogs zum Thema WP-Entwicklung … machen es einfach ein Problem zu lösen, weil irgendjemand dieses Problem schon hatte und darüber berichten konnte.

    Ⅰ am a WordPress Fanboy :)

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