Workshop: 5 Blogtipps für bessere Artikel und mehr Besucher

Das Magazin für digitales Publizieren – UPLOAD, startete ein Projekt mit dem Titel „Blogtipps für Einsteiger“. Da mein Blog auch noch nicht allzu lange existiert, möchte ich meine Erfahrungen an Einsteiger weitergeben und mich an dem Projekt beteiligen.

Der Weg zum erfolgreichen Blog ist manchmal anstrengend und nervenaufreibend. Doch wer viel (Arbeit) reinsteckt, kann möglicherweise viel (Lohn) rausholen.

5 Tipps für Einsteiger

1. Nimm deine Idee und mach sie größer

Du hast also eine Idee für einen neuen Blogeintrag. Meistens hat man schon eine mehr oder weniger passende Headline dafür im Kopf. Versuche jetzt die Headline noch ansprechender und „größer“ für Besucher zu formulieren.

Ein Beispiel:
Anstatt der verkümmerten Überschrift „Links zu CSS-Techniken“, könnte man den Mehrwert des Artikels auch folgendermaßen in die Headline packen: „53 lebensnotwendige CSS-Techniken“.

Betrachtet euer eigenes Surfverhalten und ihr werdet feststellen, dass ihr in wenigen Sekunden entscheidet, ob euch eine Überschrift (und der dazugehörige Artikel) interessiert, oder nicht.

2. Gestalte deinen Inhalt und mach ihn „scanbar“

Lieb‑ und leblose Textwüsten liest niemand gerne. Allein schon aus zeitlichen Gründen vermeiden Leser es, seitenlange Texte zu lesen um am Ende festzustellen, dass der Artikel keinerlei interessante Informationen hatte. Versuche die Kernaussagen deines Artikels durch passende Gestaltung (Farbe, Größe etc.) bzw. Auszeichnung (HTML) hervorzuheben.

Besucher „scannen“ Texte meistens nach interessanten Keywords, um entscheiden zu können, ob der Artikel es wert ist komplett gelesen zu werden. Nützlich sind kleine „Teaser“ (dt. Anleser), die Besuchern vorab eine kleine Zusammenfassung des Inhalts liefern.

3. Fördere die Diskussion und verlinke andere Blogs mit ähnlichen Themen/Artikeln

Biete deinen Besuchern die Möglichkeit, Kommentare und Trackbacks zu hinterlassen. Diskutiere selbst auf anderen Blogs mit, hinterlasse Trackbacks, die zu deinem Artikel führen, antworte auf Kommentare und Fragen zu deinen Artikeln, behandle jeden Besucher, als wäre es noch der Erste!

Nehme themenrelevante Blogs in deine Blogroll auf, die verlinkten Seiten revanchieren sich möglicherweise bei dir.

4. Sei anders, such dir eine Niche

Dein Hund hat gestern Gras gefressen und hat dir heute morgen auf den Teppich gekotzt? Lustig, das interessiert aber nur die Wenigsten! Ein paar Zeilen zu privaten Geschehnissen fördern zwar das Verhältnis zwischen dir und deinen Lesern („einer von uns“), die Themen sind aber so alltäglich, dass es niemanden interessieren wird.

Suche dir ein Thema aus, über das nicht tausend andere Blogs schreiben. Am besten ein Nichen-Thema, in dem du dich besonders gut auskennst. Sei speziell, mache mit ungewöhnlichen Denkweisen auf dich aufmerksam.

5. Helfe deinen Lesern

Angenommen du hattest Probleme mit deinem Wireless-LAN, andauernd wurde die Verbindung unter Windows unterbrochen und du hast stundenlang (vergeblich) bei Google nach einer Lösung gesucht. Am Ende bist du selbst auf die Lösung gekommen, ging sogar relativ einfach. Gib dein Wissen weiter, beschreibe den Fehler und verrate deinen Lesern die Lösung. Biete den Besuchern den bereits angesprochenen Mehrwert, einen Nutzen den sie von deinem Blog mitnehmen können. Sie werden wiederkommen!

Viel Spaß beim bloggen!

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.

7 Gedanken zu „Workshop: 5 Blogtipps für bessere Artikel und mehr Besucher“

  1. Ja, da hast Du vollkonmmen Recht. Ein schöner und inhaltsreicher Beitrag. Davon wünsche ich mir mehr im Web2.0.
    Er regt an, noch etwas zu stöbern;-)

  2. Wirklich nette Tipps. Ich habe zwar selber kein Blog, aber wenn ich mal damit anfangen sollte sind dies hier gute Einsteigertipps.

  3. Ja, sehr lesenswert.

    Allerdings währe ich bei den Überschriften vorsichtig(er). Klar, es geht darum, den Leser zu packen und ihn zum Weiterlesen zu bewegen. Aber wenn die Überschriften immer mehr versprechen, als der Artikel dann halten kann… da klicke ich dann nach dem dritten Mal nicht mehr drauf ;-)

    Die Nische ist gut – aber zu engstiernig finde ich dann auch wieder uninteressant. Der Blick über den Tellerand hilft ab und an, seinen Horizont zu erweitern. Ausserdem sollte bei Nischenthemen der oder die Schreiber(in) schon sehr gut im Thema drin sein (Photoshop, Ajax etc.) – sonst bleiben die Leser auch schnell wieder weg.

    Ich glaube, eins der allerwichtigsten Dinge, die ein Blogneuling mitbringen muss: Geduld.

    Gerade wenn in der ersten Zeit (Tage, Wochen, Monate) das Kommentarfeld immer noch 0 anzeigt ;-)

  4. Sicher muss man zum größten Teil auch das halten, was man in Überschriften verspricht. Es war auch nicht so gemeint, dass man etwas in der Überschrift versprechen sollte, das man am Ende nicht halten kann.

    Was zählt ist der Inhalt, versteht man es nicht Besucher anzuziehen durch geeignete Headlines, nützt der gute Content auch nichts, jedenfalls zu Beginn seiner Bloggerkarierre!

    Deine Einwände sind begründet und die Geduld ist, wie du richtig festgestellt hast, auch beim bloggen eine Tugend!

    Vielen Dank für deinen Kommentar Manuel!

  5. Gute und Hilfreiche Tipps für den eigenen „Blogger-Start“, und wie Manuell bereits schreibt „Geduld“ ist wichtig.

  6. Da ich heute selbst meinen Blog eröffnet habe, kann ich nur bestätigen, dass mir dieser Artikel sehr gefallen und weitergeholfen hat ;-)

    Der einzige Verbesserungsvorschlag der mir aufgesfallen ist wäre, dass der Artikel 5 Tipps enthält, aber ausführlich (in der Adressleiste) „workshop-10-blogtipps-fuer-bessere-artikel-und-mehr-besucher“ heisst weshalb ich anfangs ein wenig irritiert war *:-D*.

    Nebenbei möchte ich auch Manuel rechtgeben, dass die Header natürlich nie den Content der Artikel „verstecken“ dürfen.

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