Viele Online-Druckereien geben in ihren Bedingungen für die korrekte Datenanlieferung vor, alle Schriften in Pfade zu wandeln. Auf Sinn oder Unsinn dieser Aktion will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Viel mehr bekommt ihr hier eine Anleitung, wie ihr eure Schriften in InDesign korrekt in Pfade konvertiert.
Vorab: Der Befehl „Schrift → In Pfade umwandeln“ ist mit Vorsicht zu behandeln. Beim Wandeln mit dieser Funktion gehen viele Textattribute wie z.B. Absatz‑ und Zeichenformate entfernt.
Sicherer geht es mit folgendem Workaround:
- Erstelle eine neue Transparenzreduzierungsvorgabe (“Bearbeiten → Transparenzreduzierungsvorgaben → Neu…“) mit folgenden Einstellungen:

- Danach müsst ihr sicher gehen, dass auf jeder Seite eures Dokuments ein transparentes Objekt vorhanden ist. Das kann z.B. ein kleines Rechteck mit weißer Füllung und 0 % Deckkraft auf der Musterseite sein. Ob eine Seite ein transparentes Objekt erhält könnt ihr in der Seitenpalette anhand des kleinen karierten Rechtecks prüfen.

- Im PDF-Export-Dialog wählt ihr PDF-Version 1.3 (in 1.4 und höher bleiben die Transparenzen erhalten und die Reduzierungsvorgabe greift nicht)
- Im Reiter „Erweitert“ wählt ihr eure soeben erstellte Transparenzreduzierungsvorgabe aus.

Mit einem Klick auf „OK“ wird euer PDF exportiert und die Schriften im Rahmen der Transparenzreduzierung in Pfade konvertiert. Alle Attribute bleiben dabei erhalten.
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Sofern nicht ausdrücklich erforderlich, besser die Option »Konturen in Pfade umwandeln« *nicht aktivieren*, da sonst eventuell benötigte Linienrahmen für Schneidplotter u.Ä. ebenfalls in Flächen umgewandelt und damit für die weitere Verarbeitung unbrauchbar werden.
Schöne Grüße aus München,
W.E.
Danke für den Hinweis.
Daten für Schneideplotter würde ich allerdings direkt in einem Programm wie Illustrator erstellen.