Tagarchiv für "InDesign"

How-To

InDesign Scripting: Kontaktabzug aus platzierten Bildern

Keine Kommentare 20 Juli 2010

Auf mediengestalter.info kam die Frage auf, ob es möglich wäre, nur die in einem InDesign-Dokument platzierten Bilder zu proofen.

Als Lösung habe ich ein kleines JavaScript geschrieben. Die Funktionen sind recht rudimentär. Das Skript legt ein leeres Dokument an (die Maße können vom Benutzer per Dialogbox gewählt werden) und kopiert daraufhin alle Bilder des Quelldokuments in das neue Dokument. Skalierung und Bildausschnitte bleiben dabei erhalten. Abschließend werden die Bilder untereinander angeordnet und falls nötig neue Seiten hinzugefügt.

Das Skript könnt ihr hier herunterladen.

Einfach das Zip entpacken und das JavaScript installieren. Die Installation geht spielend einfach:

  1. Das Bedienfeld «Skripten» (Fenster > Automatisierung) öffnen
  2. Mit der rechten Maustaste auf den kleinen Ordner «Benutzer« klicken.
  3. Im Kontextmenü den Befehl Im Finder anzeigen (Mac) bzw. Im Explorer anzeigen(Windows).
  4. JavaScript in den sich öffnenden Ordner verschieben
  5. Fertig…

Per Doppelklick im Skripten-Bedienfeld kann das Skript gestartet werden.

Querverweise in InDesign für das Inhaltsverzeichnis (ab CS4)

Druckvorstufe, How-To

Querverweise in InDesign für das Inhaltsverzeichnis (ab CS4)

3 Kommentare 26 Juni 2010

Schon seit Jahren verwende ich die Inhaltsverzeichnis-Funktion in InDesign nicht mehr … wobei „nicht mehr“ ist nicht ganz richtig: Ich verwende sie einmal, um die Textgrundlage für mein Inhaltsverzeichnis zu erzeugen. Der Hauptmangel an dieser Funktion ist die Unmöglichkeit; ein gestaltetes Inhaltsverzeichnis zu erzeugen. Alle Formatierungen (z.B. Umbrüche) gehen bei der nächsten Aktualisierung verloren. Darum verwende ich (bereits seit der CS3 in Zusammenhang mit dem crossref.jsx) dafür nur noch die Querverweis-Funktion.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Querverweisen. Für den einen muss ein Textanker im Text vergeben und benamt werden. Das geht über die Funktion Schrift | Hyperlinks und Querverweise … | Neuen Hyperlink einfügen. Hier muss Textanker ausgewählt und ein Name vergeben werden, der ist dann über das Menü Schrift | Hyperlinks und Querverweise … | Querverweis einüfgen zu referenzieren.

Das ist für ein Inhaltsverzeichnis zu aufwendig und es geht auch leichter:
Zunächst erzeugen wir ein IHV mit der Programmfunktion und löschen alles daraus, bis auf den reinen Text, den wir so gestalten, wie wir ihn haben wollen. Absatzformate mit und ohne Verschachtelungen, GREPs … halt was das Herz begehrt.

Ich verwende im Beispiel zwischen Text und Seitenzahl jeweils eine Leertaste und zwei rechtsbündige Tabs. Der erste Tab ist nur für die korrekte Positionierung der Linienpunkte – regelmäßig untereinander von rechts nach links!). Der zweite Tab ist für die Position der Seitenzahl. Nach dem zweiten Tab stelle ich via verschachteltes Format auf eine nichtgekernte versale Tabellenziffer um.

Nun positioniere ich die Schreibmarke hinter das letzte Zeichen einer Überschrift und rufe das Bedienfeld Schrift | Hyperlinks und Querverweise … | Querverweis einfügen auf:

Menüeinstellungen Querverweise - 1

Menüeinstellungen Querverweise - 1

Zunächst muss oben auf Absatz gestellt werden. Im Auswahlmenü links erscheinen nun alle verwendeten Absatzformate. Nach der Auswahl eines Formates erscheinen rechts alle Absatzanfänge mit diesem Format … hier ist der richtige Anfang anzuklicken. Unten ist nun noch von sichtbarem Rahmen auf unsichtbar umzuswitchen.

Aber was soll nun in der Zeile erscheinen? Ich möchte dort zunächst einen Space haben, damit der erste Punkt nicht wie ein Satzzeichenpunkt nach der Überschrift aussieht, dann zwei Tabs (siehe oben) und anschließend die Seitenzahl. Das selle ich unter Querverweisformat ein. Dazu klicke ich auf den Griffel.

Menüeinstellungen Querverweise - 2

Menüeinstellungen Querverweise - 2

Zunächst wähle ich links nur Seitenzahl aus … ein Blick auf die anderen Angaben gibt aber einen Eindruck von einer Teil der Möglichkeiten dieser Funktion.
Im freien Feld rechts erscheint nun die Codierung, wobei lediglich das „pageNum/“ in den spitzen Klammern benötigt wird.

Davor schreibe ich die von mir gewünschten weiteren Zeichen – in diesem Falle: ^S^t^t (= Geschützes Leerzeichen, Tabulator, Tabulator)

Menüeinstellung Querverweise - 3

Menüeinstellung Querverweise - 3

Diese Einstellung speichere ich für weitere Verwendung ab und weise mit ok zu. Mit den anderen IHV-Einträgen verfahre ich entsprechend.

Diese Querverweise werden automatisch ständig aktualisiert. Sie sind auch publikationsübergreifend funktionsfähig – bedingen dann aber, dass alle betroffenen Dateien offen gehalten werden. Was dann etwas auf die Performance geht …

Scribus – die freie Alternative zu InDesign

Allgemein, Design, Druckvorstufe

Scribus – die freie Alternative zu InDesign

7 Kommentare 22 Februar 2010

Scribus ist eine kostenlose OpenSource DTP-Anwendung, die unter Windows, Mac OS Ⅹ und Linux läuft.

Mittlerweile ist das Programm sogar für den Produktiveinsatz bei Profis im Druck‑ und Publishingbereich geeignet.
Es bietet eine gute Benutzeroberfläche, die zwar nicht der von Adobe ähnelt, sondern eher wie GIMP (und damit nicht so übersichtlich wie bei Adobe-Programmen) aufgebaut ist,man gewöhnt sich jedoch trotzdem recht schnell an die Bedienung des Programms.

Für die professionelle Arbeit im DTP Bereich sind einige Fähigkeiten in den letzten Versionen hinzugefügt worden. Seither kann die Software Die Software kann damit nun mit Colormanagement umgehen (auch schon länger), Sonderfarben gesetzt werden, CMYK Farben erstellen und separieren und zu guter letzt via Ghostscript eine finale Druck-PDF ausgeben. Das mag zwar im Vergleich zu InDesign mit dem nativen PDF Export nicht ganz mithalten, dennoch kommen recht ordentliche Daten aus dem Ghostscriptworkflow heraus Wie ein Scribus Entwickler in den Kommentaren dankenswerter Weise bereits schrieb, kommt der PDF Export ohne die Ghostscriptbibliothek aus, die lediglich für die Darstellung von EPS Daten im Import verwendet wird, und schreibt ein ähnlich gutes PDF wie der Export der kommerziellen InDesign Software. Eigene Tests habe ich noch nicht machen können, inwieweit Fehler aufkommen können, einer Druckerei zufolge gibt es jedoch so gut wie nie Probleme mit den Daten.

Doch ist es wirklich eine Alternative für Adobe InDesign? Einen klaren Gewinner gibt es, wenn man nach dem Preis geht: Scribus ist kostenlos, während der Normalmensch für InDesign ziemlich genau 1000 Euro berappen muss…
Die Installation von Scribus geht schnell und einfach von statten und installiert Ghostscript (PDF Ausgabe) gleich mit. Der Start dauert jedoch leider immer etwas lange. Das ist man zwar auch von InDesign gewöhnt, dennoch fällt dies negativ bei Scribus auf. Zumal das Programm für jedes Dokument eine eigene Instanz aufbaut und das Öfnnen so stark verzögert.

Die Menüleiste ähnelt den anderen DTP Programmen und erscheint dem Anwender vertraut. Das Dialogfeld beim Erstellen eines neuen Dokumentes ist übersichtlich, mit kleinen Symbolen ausgestattet und übertrifft damit den etwas „einfachen“, umständlichen InDesign Dialog. So gibt es direkt eine Vorlage für ein Wickel‑ und ein Zickzackfalzblatt. Warum die Dokumentenmaße jedoch auf 3 Kommastellen angegeben werden sollen, ist fragwürdig, liegt aber wohl nur an der Umrechnung einer anderen, nicht metrischen, Maßeinheit.

Die Dokumentanzeige ist ebenfalls wie bei allen anderen DTP-Tools, die Toolbars und Menüleisten sind nun aber anders angeordnet. Von Haus aus sind alle Werkzeuge und Optionen oberhalb der Layoutfläche angesiedelt, jedoch frei verschiebbar, so dass man die Werkzeuge auch links hinschieben kann. Sehr flexibel, was einen sehr personalisierten Workflow zulässt!
Die untere Toolbar beinhaltet die Zoom‑ und Ansichtsoptionen für das Dokument bzw. die Seite(n). Darunter befindet sich auch direkt eine Schaltfläche die die komplette Seite auf der Anzeigefläche darstellt. Das fehlt z.B. bei InDesign und ist nur mit einem Tastenkürzel möglich.

Die Einstellungen von Scribus sind vielfältig und lassen Standardordner festlegen für Templates, Scripts und Farbprofile. Maßeinheiten, Hilfslinieneigenschaften, typografische Einstellungen, Werkzeugeigenschaften, Grammatik, Schriften, Druckeroptionen, Preflighteinstellungen und viele viele andere Möglichkeiten stellt Scribus hier bereit.

Ein paar Tipps & Tricks finden sich auch hier an Hand eines Abizeitungsbeispiels, ansonsten sind Erfahrungsberichte natürlich auch direkt hier im Blogkommentar gerne erwünscht…

Druckvorstufe, How-To

InDesign: Text in Pfade konvertieren

2 Kommentare 07 Februar 2010

Viele Online-Druckereien geben in ihren Bedingungen für die korrekte Datenanlieferung vor, alle Schriften in Pfade zu wandeln. Auf Sinn oder Unsinn dieser Aktion will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Viel mehr bekommt ihr hier eine Anleitung, wie ihr eure Schriften in InDesign korrekt in Pfade konvertiert. Artikel vollständig anzeigen …

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