Als wir noch unsere „guten alten“ Type1‑ und TrueType-Schriften hatten waren die Dateien – schon wegen des begrenzten Zeichensatzes – immer schön klein. Die Copyright-Angaben standen dort schon immer drin:
%%CreationDate: 28. 8 1992 15 : 03
11 dict begin
/FontInfo 10 dict dup begin
/version (001.000) readonly def
/Notice ((c) COPYRIGHT H. BERTHOLD AG 1992 Alle Rechte vorbehalten.) readonly def
Das findet man auch heute noch so in Type 1-Schriften und Truetypes.
Diese Limitierung ist bei den OpenType-Fonts gefallen – dort sind Dateigrößen von einem MB keine Seltenheit mehr. So passt da nun auch eine Menge an Zusatzinformationen hinein: So habe ich letztlich in einer Schrift, die der SIL-Konvention unterliegt – Aurulent Sans – die komplette SIL-Lizenzvereinbarung gefunden:
This Font Software is licensed under the SIL Open Font License, Version 1.1.
This license is copied below [...]
Es lohnt sich also immer mal wieder, einen Editor anzuschmeißen und mit ihm den Daten auf den Grund zu gehen. Das heißt jetzt nicht, dass in allen OT-Schriften oder in allen SIL-Schriften so verfahren wird, aber es gibt diese Möglichkeit.
Für Schriftentwerfer halte ich das für eine sehr praktikable Möglichkeit, weil so immer und bei jeder Schrift die Lizenz dabei ist.
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Ja finde auch das das in den letzten Jahren komplizierter geworden ist. Aber ändern können wir es doch nicht:-)