Logodesign: Marken und Zeichen

Die deutsche Wikipedia schreibt zur Begriffsdefinition:

Eine Marke – früher auch unter dem Begriff Warenzeichen bekannt – ist ein besonderes, rechtlich geschütztes Zeichen, das dazu dient, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Waren und Dienstleistungen anderer Unternehmen zu unterscheiden.

Produktmarke und Produktzeichen

Das Produkt erhält seinen Namen von der Marke selbst. Klar definiertes Werbeversprechen für eine genau festgelegte Zielgruppe.

Beispiel: Volvic, Evian

Vorteile: Marke bleibt flexibel und ist nicht unternehmensabhängig.
Nachteile: Einführung ist kostenaufwendig, benötigt neue Vertriebswege und Marke ist nicht leicht weiterzuentwickeln.

Linienmarke

Produktvarianten laufen unter einem Namen (Linie). Klar definiertes Werbeversprechen für eine genau festgelegte Zielgruppe.

Beispiel: Landliebe, Coca-Cola

Vorteile: Schaffung einer dauerhaften Marke, Vertriebswege für neue Produkte der Linie bereits etabliert.
Nachteile: Marke evtl. unflexibel bei Innovationen.

Sortimentsmarke

Verschiedenartige Produkte aus möglicherweise breitem Produktumfeld. Unterschiedliche Werbeversprechen für bestimmte Zielgruppen.

Beispiel: Tesa – Klebeband, Klebestift, Power Strips, Notes

Vorteile: Markeneinführung einfach, Muttermarke jederzeit erneuerbar.
Nachteile: „Markenverwässerung“ (Schwächung der Marke) möglich, benötigt komplexere Werbeaussagen.

Herstellermarke

Verschiedenartige Produkte aus möglicherweise breitem Produktumfeld. Unterschiedliche Werbeversprechen für bestimmte Zielgruppen. Sollen Qualitätsgarantie des Händlers vermitteln.

Beispiel: Nestlé, Knorr

Vorteile: Ausdehnung auf verschiedene Produktkategorien, schnelle Akzeptanz beim Käufer.
Nachteile: „Markenverwässerung“ möglich.

Handelsmarke

Oftmals Kopien der Produkte des Marktführers. Spezialfall einer Herstellermarke mit gleichen Vor‑ und Nachteilen.

Beispiel: C&A Produkte mit versch. Eigennamen

Labelmarke

Spezialfall einer Herstellermarke mit gleichen Vor‑ und Nachteilen.

Beispiel: Gucci, Boss, Jette Joop

Luxusmarke

Besonders hochwertige Produkte, oft limitiert und/oder für „Normalbürger“ schwer zugänglich. Sehr hohe Qualität. Schaffen persönliche Verbundenheit zum Verbraucher. Entstehen – mit Hilfe der Kundschaft – allmählich.

Beispiel: Rolex, Ferrari

Konzernzeichen

Übergeordnete Marke des Konzerns vereint Leistungsmarken unter sich. Vor‑ und Nachteile ähnlich der Herstellermarke.

Beispiel: Deutsche Post World Net

Leistungsmarke

Spezialfall einer Linienmarke im Dienstleistungsbereich.

Beispiel: Deutsche Post


Quellenangabe

Logodesign (1. Auflage 2004), Sabine Hamann

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.