InDesign User Group München am 25.11. „Digital Publishing & Acrobat X“

InDesign & Digital Publishing Suite | Acrobat Ⅹ

Man mag von der Firma Apple im Allgemeinen und dem iPad im Besonderen halten, was man will. Unbestritten ist jedoch, dass durch dieses Gerät und den Wirbel, der darum gemacht wird, die schon seit einigen Jahren schwelende Diskussion um die Zukunft der gedruckten Medien so richtig entfacht worden ist. Wie unangenehm für Adobe, dass ausgerechnet die prominenteste Neuheit in InDesign CS5, die mit fünf neuen Paletten – Verzeihung: Bedienfeldern – gesegnete Flash-Interaktivität, fast völlig in Apples zeitgleich zur CS5-Vorstellung eröffnetem »Blitzkrieg« verpuffte.

Für uns Anwender sah es danach so aus, als wolle Adobe das iPad und seinen Flash-Bann einfach totschweigen – bis dann, mit ganz kurzem Anlauf, die sagenhafte »Wired«-App erschien: ein Datenmonster, mehr als ein halbes Gigabyte groß und von den Einen als evolutionärer Durchbruch gefeiert, von den Anderen als unbegreiflicher Anachronismus und völlige Missachtung der letzten 15 Jahre WWW-Entwicklung verrissen. Immerhin, dachte man sich, Adobe hat sich offenbar endlich von den PostScript‑, Photoshop‑ und Flash-Lorbeeren erhoben und versucht ernsthaft, den Anschluss nicht zu verlieren.

Mittlerweile nimmt Adobes Lösung für unsere ersten Schritte im Zeitalter der digitalen Zeitungen und Magazine konkretere Formen an. In den Adobe Labs ist seit einiger Zeit die öffentliche Betaversion eines InDesign-Plugins namens »Adobe Digital Publishing Suite« erhältlich. Ingo Eichel von Adobe in München zeigt uns, was mit dieser Lösung möglich ist und wohin die Reise gehen könnte.

Nun ist InDesign definitiv unser Lieblingsprogramm und unsere Schaltzentrale, aber uns ist bewusst, dass viele unserer Mitglieder auch mit den anderen Programmen der Creative Suite arbeiten wollen und müssen. Deshalb bemühen wir uns, regelmäßig Themen zu behandeln, die nicht direkt mit InDesign, sondern eher mit dem übergeordenten Aspekt der Informationsgestaltung und –veröffentlichung zu tun haben, und sehen die IDUG langfristig als eine Art »Publishing User Group« mit Schwerpunkt InDesign.

In diesem Sinne soll an diesem Abend als zweites aktuelles Adobe-Thema der neue Acrobat Ⅹ vorgestellt werden. Wo Adobe die Werkzeuge diesmal wieder versteckt hat und was die neue Version generell bringt, zeigt uns Hans Neumair, der sich in seiner Eigenschaft als Betatester und zertifizierter Trainer für InDesign und Acrobat schon mal damit auseinandergesetzt hat.

Davor, dazwischen und danach haben wir wie immer Aktuelles aus der regionalen und internationalen Publishing-Szene sowie etwas Zeit für Wissens‑ und Visitenkartenaustausch.

Ausblick

EPUB (über die »offizielle« Schreibweise wird vielerorts noch diskutiert) ist eins der bekanntesten Datenformate für elektronische Bücher und Magazine. Im Gegensatz zu den Dateien, die Adobes Suite-Lösung produziert, ist EPUB eine offene Technologie, die auf XHTML und CSS basiert und von vielen E-Readern (neben Apples iPad/iPhone/iPodTouch sind das derzeit Geräte von Bookeen, Sony, Barnes & Noble, BeBook, Ectaco, Elonex, iRiver, Astak und Nuut sowie Programme wie Stanza, Calibre und diverse Android‑ und iOS-Apps) dargestellt werden kann. Auch dieses Thema scheint eine große Zukunft zu haben, und es ist für uns eng mit InDesign verknüpft. Wir hoffen also, in den nächsten Versionen unseres Lieblingsprogramms große und zukunftsweisende Verbesserungen in dieser Richtung erleben zu dürfen, nachdem Adobe hier seit der CS3 da nicht gerade viel getan hat. Auf jeden Fall werden wir uns bei den kommenden drei (oder auch mehr) IDUGM-Abenden immer wieder damit auseinandersetzen.

Wichtig

Unsere Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und sind offen für alle Interessierten. Um aber neben angenehmen und gut erreichbaren Veranstaltungsorten auch für Getränke und Pausenbrotzeit sorgen zu können, hoffen wir auf Euren Beitrag: Jeder Teilnehmer kann (muss aber nicht) ein oder mehrere Lose zu je 5 € erwerben. Jedes Los nimmt an der Verlosung dieses Abends teil, und wer mindestens eins gekauft hat, darf sich in der Pause an der Brotzeit laben. Die Anderen bekommen die Verpflegung zum Selbstkostenpreis von 1 € je Getränk bzw. je »Schnittchen«, können allerdings nichts gewinnen.

Verlost werden wie gewohnt ein Adobe-CS5-Vollprodukt und weitere reizvolle Dinge.

(Von unseren Sponsoren nehmen wir übrigens nie Geld, sondern viel lieber Vorträge, Sachpreise und Rabatte. Wir glauben, dass das der IDUGM und ihren Mitgliedern mehr bringt – und letztlich auch den jeweiligen Firmen, die uns daraufhin hoffentlich auch weiterhin gerne unterstützen. Wir freuen uns riesig über die konkreten Verbesserungs­vorschläge und den entlastenden Einsatz von jedem, der hier etwas beitragen oder auch ändern möchte.)

Ort

Designschule München/Deutsche Meisterschule für Mode
Rossmarkt 15 (beim Sendlinger Tor)
80331 München

Ablauf* (Achtung, in Monaten mit »r« fangen wir schon um 18:00 Uhr an!)

17:00–18:00 Registrieren, Kollegen treffen, Los(e) kaufen
18:00–18:30 Begrüßung + Organisatorisches + Neuigkeiten (Anselm Hannemann, Hans Neumair, Wolf Eigner)
18:30–19:45 Adobe Digital Publishing Suite (Ingo Eichel, Adobe Systems, München)
19:45–20:05 Pause + Erfrischung
20:05–20:50 Acrobat Ⅹ (Hans Neumair, publishing|competence, München)
20:50–21:00 Verlosung
21 : 00 Auf Wiedersehen … spätestens am 13. Januar 2011 …
(* Änderungen in den einzelnen Positionen sind kurzfristig möglich)

Sonstiges

Bitte meldet Euch rechtzeitig an, damit wir eine möglichst genaue Teilnehmerzahl haben. Der Eintritt ist wie immer kostenlos und offen für alle, aber Eure Anmeldung erleichtert uns einfach die Planung. Danke!

Wir freuen uns auf Euch, die Referenten und einen weiteren ergiebigen IDUGM-Abend!

Wolf Eigner (Verfasser), Hans Neumair, Anselm Hannemann
IDUGM-Standortleiter

WebFonts – eine Übersicht

Schriftarten im Web – was ist bereits heute möglich und wo sind die Unterschiede?

Inzwischen gibt es viele Dienste, die auf einfache Weise verschiedenste Schriftarten sogar im Browser darstellen lassen. Ein Feature, das man sich lange Zeit gewünscht hatte, denn bisher konnte man nur einige Standardschriften (Arial, Verdana, Courier, etc.) einsetzen. Und nicht einmal dann konnte man sicher sein, welche Schriftart der Besucher der Seite angezeigt bekommen würde. Mittlerweile ist es kein Problem mehr, die ausgefallensten Schriftarten im Web darzustellen. Die Frage ist nur wie, womit und wie es dann weitergeht.

Die Vorgeschichte

Anfangs behalf man sich mit Bild-Replacement Methoden, die mehr oder minder zu einem riesen Usabilityproblem wurden. Einige Softwares wie sIFRcufón und andere Konsorten. Die erstgenannten Methoden erhielten großen Zulauf und verbreiteten sich schnell. Doch keine der Lösungen war wirklich schön umsetzbar oder gar bedienbar für den User, weshalb viele doch wieder darauf verzichteten.

Dank CSS3 Entwürfen mit neuen Schriftart Einbindungsmöglichkeiten via @font-face Regelung wurde die Diskussion neu genährt. Und prompt interessierten sich die Browserhersteller dafür. Mozilla Firefox sowie die Safari und Chrome Mutter WebKit lernten diese neue CSS3 Möglichkeit schnell, wenn auch mit diversen Kinderkrankheiten. Wie immer spielten einige Hersteller wie Microsoft (Internet Explorer) nicht mit (nur MS-eigenes Format) und nach wie vor gibt es ein Problem mit den Schriftdateien, deren Lizensierung und einem gemeinsamen Standard. Hierzu verweise ich auf einen Vortrag von Gerit van Aaken, der sich gesondert damit beschäftigt hat.

Das Problem der Vielfalt

Im letzten Jahr vermehrten sich die Services rasant. Die großen 4 stelle ich anschließend vor und vergleiche ein wenig miteinander.

typekit.com

Typekit ist der wohl populärste Dienst mit einer umfangreichen Schriftsammlung und extrem vielen Möglichkeiten. Er ist allerdings nicht wirklich kostenlos, ab 24,95$/Jahr ist der Service nutzbar. Zwar gibt es einen Free-Account, der jedoch ein Branding und sehr große Einschränkungen aufweist. Die Low-Level Pläne sind knapp bemessen, es sind nur 1–2 Domains und ⅖ Schriften einsetzbar. Der Traffic wird nicht in Speicher sondern in Besucherzahlen abgerechnet und bietet auch im Einsteigeraccount genug Platz. Der »Portfolio« Plan lässt kaum Wünsche offen, hat als einzige Einschränkung 500.000Pageviews/Monat und kostet 49.99$/Jahr.

Es werden über 500 Schriftfamilien angeboten, die im Backend durchstöbert und getestet werden können. Um besser vergleichen zu können, kann man mehrere Schriftarten untereinander stellen. Je nachdem, wie man gerne den Code schreibt, kann man direkt im Backend die CSS Klassen zuweisen und gestalten oder wie bisher dies direkt in der CSS Datei tun. Für jede Schriftart wird jeweils nur der eingestellte Schriftschnitt ausgegeben, was Traffic spart und die Ladezeit verkürzt. Zudem kann man Fallbacks mit einbauen für Browser, die die @font-face Regel nicht beherrschen.

Typekit verwendet Javascript, um die Daten zu laden.

Google Font Directory/API

Google bietet seit geraumer Zeit einen kostenfreien Dienst an, über den man Schriftarten via CSS oder Javascript auf der eigenen Webseite einbinden kann.

Die Auswahl der Schriftarten ist zu Zeit noch sehr begrenzt (Stand: 9⁄2010) und bietet derzeit 19 Schriftarten an, einige davon mit verschiedenen Schnitten. Die einfache Struktur, die keinerlei Anmeldung benötigt, stellt eine Vorschau bereit, die verschiedenen Schriftschnitte und einen Code, der schnell und mit einfacher Auswahl die Schriftart einbetten lässt. Die nötigen Schriftschnitte können an‑ und abgewählt werden. Standardmäßig wird ein HTML-CSS Code ausgeliefert, es kann allerdings eine Technik für „Fortgeschrittene“ eingeblendet werden, die dann Variationen via Javascript und dem sog. »WebFont Loader« zulässt. Außerdem kann die Schriftart auch heruntergeladen werden.

Die Performance ist mit Typekit (mit dem eine Kooperation mit Google Fonts besteht) eine der besten unter den angebotenen Lösungen, was durch die bestehende Google Code Infrastruktur nicht sonderlich verwundert. Die Lösung ist ab Internet Explorer 6, Firefox 3.5, Opera 10.5 und Safari 3.1 sowie Chrome 4.25 gängig, leider jedoch nicht unter iPhone, iPad und Adroid. Dank OpenSource Lizenzen seitens Google braucht man sich hier absolut keine Sorgen um Rechte zu machen.

Wem die wenigen Schriftarten reichen, die Google bei seiner Lösung bietet, dem sei diese Lösung dank simpler und ultra-flexibler Struktur ans Herz gelegt.

WebINK.com

WebINK steht noch in den Kinderschuhen und ist erst im August 2010 an den Start gegangen. Die Firma Extensis, die das Produkt betreibt ist bekannt für seine Schriftverwaltung Suitcase. Der Service ist etwas günstiger und startet ab 0.99$/Monat (~12$/Jahr). Dafür gibt es überhaupt keinen Free-Plan. Jeder Plan hat jedoch eine Begrenzung auf 4 Domains (inkl. beliebig vielen Subdomains). Eine meiner Meinung nach sehr starke Restriktion, die bei Preisen bis 19.99$/Monat nicht bestehen sollte. Hier ist man scheinbar noch ein bisschen unflexibel oder überängstlich dem Web gegenüber.

Die angebotenen Schriftarten sind allesamt nur sehr gute, überprüfte Schriften, die keine Mängel aufweisen. Dennoch ist die Auswahl mit über tausend Schriften sehr vielfältig und lässt kaum Wünsche offen. Die Auswahl wird jedoch je nach bezahltem Plan eingeschränkt. Ebenso die Bandbreite, die jedoch großzügig bemessen wird.

Im Backend der Software durchsucht man die Library, wählt eine Schriftart aus und kann diese dann der Webseite hinzufügen. Ein simples System, das Spaß macht.

Eingebunden wird jede Schrift über die @font-face Regel. Hier verlinkt man als Quelle auf den WebINK Server mit einem speziell generierten Authentifizierungscode. Den Rest, wie z.B. das Schriftformat, erledigt deren Server. Ungünstig bei dieser Methode ist der verschachtelte DNS Aufruf. Ansonsten bietet sich die Lösung durchaus als praktikabel an. Die Kompatibilität besteht ab InternetExplorer 4.0, Firefox 3.5(!), Chrome 4.0, über Opera wird nichts geschrieben, aber es sollte wohl ab Version 9.5 kompatibel sein. Die Lizensierung der Schriften und sämtliche rechtlichen Angelegenheiten übernimmt der Anbieter selbstverständlich selbst.

Technisch liegen die Schriften auf Amazon S3 Speicher, der bekanntlich sehr gute Performance und Sicherheit bietet. Dank Komprimierung wird sogar noch Bandbreite gespart, der Ladevorgang verkürzt sich deutlich. Schließlich kann eine Schriftart normalerweise durchaus einige Megabyte groß sein.

Monotype/Linotype WebFonts

Ganz frisch auf dem Markt präsentiert sich die Lösung von Monotype Imaging. Nach einer relativ kurzen, geschlossenen Betaphase mit enormen Entwicklungen, stellt die Lösung eine der umfangreichsten dar. Mit über 7.500 Schriftarten und vor allem bekannten Schriftfamilien wie die Helvetica, Frutiger oder ähnliche Größen, ist das Portal sehr interessant. Auch sind mehr als 40 Sprachen verfügbar. Da hier jedoch große Datenmengen entstehen würden zum Download (z.B. Chinesisch ca. 10MB), verwendet man hier ein patentiertes Ladesystem, das nur die jeweils benötigten Charaktere herunterlädt und so sehr effizient ist.

Bezahlt man einen gewissen Standard für die Lösung, gibt es sogar Schriftdownloads dazu (bis zu 50, 1 Monat gültig), um Mockups oder ähnliches perfekt gestalten zu können. Beim Browsersupport ist man ab dem Firefox 3.5, Opera 10.10, Internet Explorer 4, Chrome 4 dabei. Es wird aber auch zusätzlich der Apple Mobile Safari ab 3.0 unterstützt, auf dem iPhone oder iPad sind die Schriften also auch darstellbar.

Für die Einbindung hat man sich ein kluges System ausgedacht. Über das Webinterface wählt man die Schriftart und fügt sie dem Projekt hinzu. Dann kann man ein Stylesheet erstellen (wie bei TypeKit) indem man CSS Selektoren mit der Schriftart versieht. Abschließend muss man nur noch einen JS/CSS Code mit einem Authentifizierungskey in die Webseite einbinden und schon sieht man die Webseite mit der neuen Schriftart.

Das schöne: auch beim Free-Plan sind beliebig viele Domains und Subdomains inklusive, zusätzlich kann der Code auch via SSL geliefert werden.

Der Free-Plan ist auf 2.200 Schriften und 25.000 Seitenaufrufe pro Monat beschränkt. Es können beliebig viele Schriften und beliebig viele Webseiten benutzt werden. Ab 2011 wird zusätzlich ein kleiner Badge in der rechten, unteren Ecke nötig, wie bei TypeKit bereits der Fall. Der „Standard-Plan“ für $10 (USD) bietet die volle Bibliothek und ist nach oben hin bzgl. Seitenaufrufe anpassbar, daher ist das System auch mitwachsend und ultra-flexibel. Der Desktop-Download wird beim „Professional-Plan“ ab $100 mitgeliefert, ist daher auch nur für große Agenturen relevant, die sich an Pitches mit Mockups u.ä. beteiligen.

Ein kleines Fazit

Natürlich – man muss abwägen, was man braucht. Dazu sollte man überlegen, welche Schriftarten man benötigt, ob eine kostenlose Lösung (z.B. Google Fonts) ausreichend ist und wie viel Traffic über die Webseite gelangen wird.

Dennoch gebe ich als Fazit Monotype WebFonts als eindeutigen Favorit an. Die Lösung leistet zu kleinem Preis am meisten. Eine riesen Bibliothek, kaum Einschränkungen außer Traffic und sehr gute CSS-Technik rennt TypeKit den ersten Platz ab. Letztere Lösung ist durch die Javascript-Methode und eine kleinere Bibliothek schlicht im Nachteil.

Das Problem der Technik

Technisch gibt es zwei Möglichkeiten, die heutzutage verwendet werden: die Einbindung der Schriftdaten über Javascript oder via CSS. Letztere Möglichkeit ist deutlich zu bevorzugen, da hier alle User bedient werden können und die Performance meist ebenfalls besser ist.

Beide Lösungen haben das Problem, dass die Daten nur verlinkt werden und selbst auf Servern der Anbieter (in der Cloud) liegen. Performanceprobleme tauchen immer wieder auf, der Entwickler und User ist Abhängig von den Serverleistungen anderer. Gerade bei kleineren Anbietern kommt es daher häufig zu Fehlern. Google legt zwar von der Serverleistung und seiner komplexen Infrastruktur eine sehr gute Performance vor, dennoch ist eine zusätzliche DNS Abfrage nötig, die die gesamte Performance der Webseite beeinträchtigt. Heutzutage kann sich das sogar auf das Google Suchranking auswirken. Eine Kontroverse, die nicht zu vermeiden ist.

In allen Fällen ist der Webentwickler abhängig von externen Firmen. Diese können über die Schriften bestimmen, wie sie möchten. Und sollte sich das angebotene Produkt nicht rentieren schaltet man den Service ab, der Entwickler und seine Website stehen hilflos da oder merken dies noch nicht einmal.

Was bringt die Zukunft?

Na gut, was die Zukunft bringen wird, das weiß keiner. Zu hoffen ist, dass die Browserhersteller bald eine Möglichkeit finden, mit Schriftrendering besser und einheitlicher zu verfahren. Hoffen wir ebenfalls, dass sich noch einiges bei den oben genannten Anbietern tut, so dass wir in den nächsten Jahren tatsächlich konkurrierende Produkte haben, die qualitativ gute Lösungen für Webmaster bieten und vielleicht auch andere Anwender bringen.

Monotype Imaging bereitet als erster schon ein tolles Konzept mit dem bezahlten „Desktop-Download“ System vor, das die rechtlichen Aspekte und auch finanzielle Aspekte für eine Agentur deutlich vereinfacht und reduziert. Das ist sehr begrüßenswert, allerdings ist die Lösung natürlich immer noch vollkommen unpraktikabel für Normalanwender, da der horrende Preis nicht für jeden aufbringbar ist. Schade, hätte man doch einfach in der Anzahl der downloadbaren Schriften pro Monat preislich variieren können. Hoffen wir, dass sich hier noch etwas tut, schließlich besteht das Problem der vollkommen überteuerten Schriften auf Grund eines unzureichenden Konzeptes der Vermarktung/Anwendung/Flexibilität, noch immer.

Für Interessierte gibt es am 13. November 2010 in München den „WebFont Day“ mit vielen interessanten Vorträgen zum Thema und auch Stellvertretern der namhaftesten Schrifthändler…

Mac OS Ⅹ 10.6.4 und die wiederbelebte CS3

Apple hat heute Nacht das Mac OS Ⅹ Update 10.6.4 bereitgestellt. Mit 607MB (bzw. 887MB als Combo) ist es ein sehr schweres Paket, das auf einige Änderungen am System schließen lässt.

Neben den hauptsächlich GPU betreffenden Verbesserungen hat Apple auch einen Bug behoben, der einige Programme der Adobe Creative Suite CS3 teilweise nicht mehr starten ließ. Einige Nutzer konnten zwar noch die Programme starten, nach der Dock-Animation tat sich jedoch nichts mehr. Dies soll mit der neuen OS Ⅹ Version behoben sein. Mac OS Ⅹ 10.6.4 und die wiederbelebte CS3 weiterlesen

Photoshop CS5 Vorschau: Pinsel & Stiftwerkzeuge

Gleich nach dem ersten Artikel auf dem dtp-blog zur am 12. April erscheinenden Adobe CS5, stelle ich euch weitere Neuerungen vor.

Das Malen und Zeichnen mit Photoshop und seinen Pinsel‑ bzw. Stiftwerkzeugen wird mit der kommenden Version CS5 deutlich vereinfacht. Erstmals kann man Farben wie auf einer Farbpalette (analog) mischen und damit einen Mehrfarbtoneffekt erzielen ohne kompliziertes nachzeichnen mit verschiedenen Farben. Außerdem kann man nun als Farbgrundlage einen Bildteil von einem ausgewählten Foto als Vorlage wählen, um die Pinselfarbe(n) zu bestimmen. Die Farbe ist »flüssig«, so dass man manuell die Farben mischen kann.

Farbpaletten in Photoshop CS5 mit flüssiger Farbkonsistenz zum mischen

Die Pinsel an sich werden ebenfalls variabler, der Pinsel kann gedreht werden, die Druckintensität verändert werden und weitere 3 dimensionale Effekte werden wie beim realen Borstenpinsel möglich. Auch hier sind bereits Vorlagen für die einfache Anwendung mitgeliefert.

Pinselverformung in Photoshop CS3 nach realem Vorbild in 3D

Diese Neuerungen können auch im Video von Adobe angesehen werden: Photoshop CS5 Pinsel.

Dieses Jahr zeigen die InDesign User Groups in Deutschland mit Standorten München, Köln/Essen, Stuttgart als mit die ersten der Welt(!) die neuen Funktionen der Adobe CS5 Suite. Am 12. April 2010 in München, am 13. April in Stuttgart und am 14. April in Essen wird die komplette CS5 von Rufus Deuchler präsentiert.