Typografische Verbrechen: Plenken und Klempen

Nachdem der Artikel „Typografische Verbrechen: Zollzeichen vs. Anführungszeichen“ bei meinen Lesern sehr gut ankam, folgt hier der zweite Teil der Serie.

Mit „Plenken“ bezeichnet man das Setzen eines Leerzeichens vor einem Satz‑ oder Wortzeichen (zum Beispiel Punkt, Komma, Fragezeichen), das laut DIN 5008 (Schreib‑ und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung) nicht an diese Stelle gehört.

Falsch:

„Das war der schönste Tag meines Lebens !“
„Ich behaupte ,dass das falsch ist .“
„Kommst du heute zur Party ?“

Richtig:

„Das war der schönste Tag meines Lebens!“
„Ich behaupte, dass das falsch ist.“
„Kommst du heute zur Party?“

Das Wort „Plenk“ wurde abgeleitet vom englischen „blank“ (Leerzeichen) und ist kein feststehender Begriff der Typografie, sondern wird in dieser Form nur im Netz verwendet.

Das Gegenstück dazu, das sogenannte „Klempen“ bezeichnet das Weglassen eines Leerzeichens nach einem Satz‑ oder Wortzeichen.
Der Begriff „klempen“ ist eine Zusammenziehung aus den Verben „plenken“ und „klemmen“. Im englischen Sprachgebrauch wird ebenfalls das Wort „klempen“ und nicht „to clamp“ (klemmen) benutzt.

Falsch:

„Hier steht ein Punkt.Und gleich noch einer.“
„Chinesen dürfen klempen!Wir in Europa leider nicht.“
„Nach dem Komma,folgt immer ein Leerzeichen?“

Richtig:

„Hier steht ein Punkt. Und gleich noch einer.“
„Chinesen dürfen klempen! Wir in Europa leider nicht.“
„Nach dem Komma, folgt immer ein Leerzeichen?“

Helft mit und macht das Thema bekannt! Nur so kann es besser werden…

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.