PDF/X-3 vs. PDF/X-1a

Über die Vor‑ und Nachteile von PDF/X-3 gegenüber PDF/X-1a wird im pdfzone-Forum heiß diskutiert.

Ich persönlich würde PDF/X-3 gerne als „Standard“ sehen – mich begeistert die Idee vom medienneutralen publizieren ungemein – allerdings kann ich aus der Praxis in der Druckvorstufe eines Druckereidienstleisters sagen, dass dieses Vorhaben immoment noch an den Kunden selbst scheitert.

Von Laien, die Word-Dokumente anliefern um sich mal 500 Visitenkarten oder Briefbögen drucken zu lassen, spreche ich ja garnicht. Es sind die Agenturen, die durch fehlendes Fachwissen, falsch angelegte Daten anliefern, bzw. sich auf der PDF/X-3-Wolke in Sicherheit wiegen.
Klar – Fehler gesteht man sich nicht gerne ein – aus diesem Grund werden Fehler bei der Datenanlieferung seitens der Kunden, wie beispielsweise „abweichende“ Farben, gerne der Druckerei „in die Schuhe geschoben“. „Abweichend“ deshalb, weil das, was die Kunden (meist kleinere Agenturen) als „Softproof“ am Monitor ausgeben, nichts weiter ist als RGB-Bilder an einem unkalibriertem Monitor zu betrachten, ohne ICC-Profile für das passende Druckverfahren, ohne grundlegendes Wissen im Bereich Colormanagement etc.

Hauptsache Acrobat meldet „PDF/X-3 konform“ …

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.