Optimale Druckdaten für ein optimales Druckprodukt

Was man so alles beim Gestalterblog findet: „Probleme mit Druckereien?“ lese ich da. Meine Neugierde ist geweckt. Aha, es geht darum, dass Martin HömmerichTipps für den (besseren) Umgang mit Druckereien“ bloggt.

Genug Anregung für mich einmal allgemeine Tipps zur Erstellung und Anlieferung von Druckdaten zu geben.

Beraten und beraten lassen

Viele Agenturen versprechen Ihren Kunden „das blaue vom Himmel“ ohne vorab mit der entsprechenden Druckerei bzw. Buchbinderei Rücksprache zu halten, was mit den zur Verfügung stehenden Mitteln denn überhaupt realisierbar ist.

Daten richtig anlegen

Auftragstaschen mit dem Hinweis „belichtungsfähige Datei gestellt“, wandern täglich über tausende Schreibtische der Abteilung Druckvorstufe von Druckereibetrieben und beinhalten in den seltensten Fällen das, was das Wort „belichtungsfähig“ eigentlich ausdrückt.

Zwar kommen die meisten Daten mittlerweile als PDF – dem derzeitigen Standard für die Weitergabe von Druckdaten, allerdings wurden diese nur in den seltensten Fällen mit der richtigen Software und den dazugehörigen Einstellungen erstellt. Ist man sich also unsicher, welche Einstellungen die Richtigen sind, ist eine Rücksprache mit der Druckerei anzuraten. Als Alternative bietet sich die Weitergabe der offenen Daten an, vorrausgesetzt, man vertraut seinem Druckerei-Dienstleister.

Informieren und dokumentieren

Anzuraten ist die Weitergabe von allen Informationen bezüglich Besonderheiten in der belichtungsfähigen Datei. Je mehr Informationen die Druckerei hat, desto weniger Rückfragen müssen gestellt werden, das spart beiden Zeit und folglich Geld. Eine Investition von 15 Minuten für eine Auftragsbesprechung mit einem Vertreter der Druckerei schafft Unklarheiten aus der Welt und macht den Weg frei zur schnelleren Auftragsabwicklung mit einem optimalen Endprodukt. Dennoch Kontaktdaten und Name des Ansprechpartners in der Agentur hinterlassen. Nichts ist nerviger, als bei wichtigen und eiligen Rückfragen sich „durchfragen“ zu müssen!

Selbstkontrolle und Freigabe

Bevor die Daten endgültig zur Druckerei übermittelt werden, sollte nochmal alles auf Richtigkeit überprüft werden. Hauskorrektur (Orthografie usw.) abgeschlossen? Farben richtig angelegt? Proof und/oder Ausdrucke beigelegt? Alles Notwendige für die Mitarbeiter der Druckvorstufe dokumentiert? Druckfreigabe des Kunden erhalten?

Die Kosten für bereits belichtete Druckplatten die aufgrund von Änderungen durch die Agentur nicht für den Druck verwendet werden können, angefallene Arbeitszeit und Produktionsmittel etc. zahlt in diesem Falle die Agentur, nicht deren Kunde und auch nicht die Druckerei. Unnötige Kosten, die vermieden werden können!

Fazit

Neben den richtig angelegten Druckdaten, ist die Informationsweitergabe an den Druckdienstleister einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Maximale Information bedeutet minimale Fehlerquote und somit höchstmögliche Produktionssicherheit in optimaler Qualität. Genau so, wie man sich das von seiner Druckerei wünscht.

Veröffentlicht von

Daniel Sprenger

Daniel Sprenger ist Blogbetreiber, Autor und Mediengestalter aus Leidenschaft. Zwischen Print- und Webdesign, versucht er sich in der Freizeit an der Fotografie.

5 Gedanken zu „Optimale Druckdaten für ein optimales Druckprodukt“

  1. An sich eine gute Idee, aber sehr pauschal. Welche Informationen benötigt eine Druckerei, welche sind überflüssig,… Vielleicht finde ich ja woanders die Informationen. Aber richtig ist, dass man sich mehr Trubel schafft wenn man selbst schluddrig arbeitet.

  2. Hallo Iris.

    Welche Informationen die Druckerei benötigt und welche nicht ist natürlich abhängig vom jeweiligen Auftrag/Produkt – deshalb kann ich auch darauf im Artikel nicht näher eingehen.

    Zusammenfassen kann man den Artikel aber – wie im Fazit geschrieben – dass du bei unklarer Sachlage/Unkenntniss was wichtig ist und was nicht deinem Druckereidienstleister einfach alle Informationen zukommen lässt, die du hast. Die Druckerei kann dann selbst entscheiden, welche Infos sie benötigt und welche nicht.

    Du minimierst damit das Risiko von Fehlproduktionen und Unklarheiten – die wieder zu unnötigen Nachfragen führen würden.

    Wenn du gerade spezielle Hilfe bei einem Auftrag brauchst bin ich gerne bereit dir weiterzuhelfen, am besten klären lässt sich das aber wie gesagt mit der Druckerei selbst!

    Gruß

  3. Da hast Du sicher irgendwie recht. Ich dachte an Daten, die für die Druckerei auf den ersten Blick wichtig sind und etwaige Einflüsse auf das Druckergebnis hat und somit vorher abgeklärt sein müssen, ohne das die Daten vorher angeschaut werden müssen. Wie Bildformat, Farbe, Schriften, etc???

    Für gewöhnlich stelle ich Fragen gerne an die Druckerei direkt. Aber ich arbeite in Vietnam, und die lassen mich schon seit 2 Wochen auf jegliche Antwort sitzen. Und so sind Fragen zum einzuplanenden Beschnitt, Heftung, Beschaffenheit meiner Daten, Farben, mögliche Formate und Preise bis heute nie beantwortet worden. ;o) Da vermisse ich deutsche Regeln.

    Danke für Dein Angebot, aber da hilft wohl alles nichts, außer geduldig zu warten…

  4. Ich habe wirmachendruck vor einem Jahr aruerobipst und war fcberhaupt nicht zufrieden. Es war auch so eine 100 Visitenkarten kostenlos –Aktion. Erst habe ich nach meiner Bestellung nichts mehr von denen gehf6rt, wochenlang. Dann habe ich irgendwann gefragt, ob meine Visitenkarten noch ke4men. Ich habe auf die Frage keine Antwort bekommen, aber einige Tage spe4ter waren die Visitenkarten dann da. Allerdings lose (!) in einen Luftpolsterumschlag gesteckt, ohne nettes Anschreiben, ohne alles Nie wieder!Klar, es war eine kostenlose Aktion, aber damit mf6chte man ja Neukunden gewinnen, oder? Wenn ich mir fcberlege, ich he4tte normalerweise Geld bezahlt ffcr so einen Umgang boah ey.Vielleicht hat es sich inzwischen gebessert, aber mich haben die als Kundin (vorerst) verloren.

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